Südafrika und Mosambik 2010

 

Nach einigen Reisen ins südliche Afrika wollte ich endlich mal wieder eine Reise unternehmen auf der ich auch tauchen konnte. Da Mosambik schon seit einiger Zeit in meinem Kopf herum irrte war das diesjährige Ziel schnell festgelegt. Leider stellte ich beim recherchieren fest, das es dort so gut wie kein Wildlive gibt und eine Afrikareise ohne Wildtiere ist für mich ein absolutes no go. Also brauchte ich noch ein weiteres entsprechendes Ziel. Was bietet sich wohl besser an als der Kruger National Park. Mit diesen Voraussetzungen begann ich die Planung. Was dann dabei rauskam steht in diesem Bericht.

Bereits am Jahresanfang habe ich die Flüge nach Johannesburg gebucht. Dadurch stand der Termin für die Reise fest. Vom 25. September bis zum 21. Oktober also fast 4 Wochen werden wir uns diesmal in Afrika aufhalten. Auf der Suche nach einem 4WD Camper stieß ich im Internet auf Africamper (www.africamper.de). Da das Preis Leistungsverhältnis in Ordnung war buchte ich bei Ihnen eine Toyota Doppelkabiner mit Dachzelt.  Was schon im Vorfeld für diesen Vermieter sprach war die Ausstattung der Fahrzeuge. Unter anderen gab es bereits ein Nüvi (GPS Navigation), ein Reifenüberwachungssystem und auf meine Anfrage auch die Genehmigung für Mosambik. Dafür mußten wir jedoch eine Zusatzversicherung mit 15 Euro pro Tag bezahlen.

 

Freitag, 24.09.2010: letzter Tag vor der Abreise

Normalerweise packt mich das Reisefieber schon einige Wochen vor dem Abflug. Leider ist es diesmal ganz anders. Total Lustlos packe ich meine Sachen erst am Freitag. Einen Tag vor dem Abflug. Irgendwie war dieses Arbeitsjahr sehr Anstrengend und ich fühle überhaupt nicht Fit. Zum Glück habe ich Checklisten. Somit vergessen wir wenigstens nichts. Wir sind übrigens Petra (mein Weib) und ich.  Petra muß schnell noch zum Zahnarzt. Ein Zahn macht Probleme. Na toll das fängt ja gut an.

 

Samstag, 25.09.2010: Abreise nach Südafrika mit South African Airways

Am Samstag nachmittag holt uns mein Freund Sepp kurz vor 18 Uhr ab. Am Münchner Flughafen angekommen wollen wir auch gleich unser Gepäck aufgeben, eingecheckt haben wir bereits per Computer. Haben ja diesmal gar nicht so viel dabei, glaubten wir zumindest. Oh Schreck, ca. 47 kg waren es dann doch. Entweder Zahlen oder umpacken.  Wir entscheiden uns fürs umpacken. 1 Kg Gummibärchen, das Tarp und mein SwissTool traten die Heimreise an. Den Rest kriegen wir im Handgepäck unter.  Das hat jetzt hat zwar knappe 10 kg, aber egal der Mann am Schalter war zufrieden. Der Flug verläuft ruhig uns so konnte ich auch ziemlich lange, mehr oder weniger gut schlafen.

 

Sonntag, 26.09.2010: Johannesburg – Ithala Game Reserve    578km

In Jo’burg angekommen, werden wir auch gleich von einem freundlichen Mitarbeiter von Africamper erwartet.

Die Übergabe des Fahrzeuges dauert länger als geplant, aber es Muß ja alles genau gecheckt werden. Unser Toyota ist für 4 Personen ausgerüstet. Deswegen haben wir alles doppelt. Sogar zwei Zelte haben wir. Was fehlt sind Handtücher und die Stühle sind viel zu klein im Verhältnis zu Tisch.

Nachdem ich im Flughafen noch Geld gewechselt habe sind wir gegen 11 Uhr fertig und fahren los.  Unser Tagesziel ist das Ithala Game Reserve. Ich wähle die Route die mir „Maddy“ aus dem Namibia Forum vorgeschlagen hat. Zunächst fahren wir die N12 bis Wonderfontain. Dort biegen wir auf die 33 ab und fahren über Carolina und Amsterdam nach Piet Retif. Am Ortseingang kaufen wir im Supermarkt etwas Proviant ein. Viel Zeit haben wir nicht da um 18 Uhr das Parkgate schließt. Am Ortsende müssen wir an einer Baustelle 10 Minuten warten.  Das war aber auch die Einzigste auf diesem Weg. Zwischen Vryheid und Louwesburg kommen wir nicht mehr so schnell voran. Die Zeit läuft uns davon. Punkt 18:00 Uhr treffen wir durchschwitzt und kaputt am Gate ein. Während wir weiter ins Ntshondwe Camp fahren wird es dunkel. Dort an der Rezeption müssen wir einchecken. Ich habe für 2 Nächte die Doornkraal Campsite reserviert. Die freundliche Dame an der Rezeption erwähnt dann auch noch “Beware of elephants, we have one today”. Irgendwie zieht Petra die Elefanten an. Wir sollen den kurzen 4WD Weg zur Campsite nehmen.  Super gleich am ersten Tag schon ein Nightdrive. Überall liegt Elefantendung rum. Wir sehen aber keinen.  Die Straßen sind so schmal, dass wir nicht einmal ausweichen könnten. Ein Rhino überquert mit seinem Jungen die Piste. Von anderen Tieren sehen wir die Augen leuchten. Für heute haben wir aber genug. Jeder will nur noch ins Bett.  Nur ein Camper ist bereits da. Wir wählen den Platz direkt an den Abolution. Somit  haben wir sogar unsere eigene Dusche und Toilette, dachten wir zumindest. Schnell ist das Zelt aufgebaut und wir darin verschwunden. Mitten in der Nacht geht doch da einer bei uns auf’n Topf. Was soll das denn?

 

Montag, 27.09.2010: Ithala Game Reserve    40km

Mit dem ersten Vogelgezwitscher werden wir schon vor 6 Uhr wach. Das wird sich auch während unseren gesamten Urlaub nicht ändern. Erst jetzt sehen wir, daß wir uns ganz schön breit gemacht haben. Es gab nämlich nur eine Toilette und eine Dusche für den gesamten Platz, oh wie peinlich. Nach dem Frühstück räume ich das Auto ein und wir wechseln den Platz. Später sind wir dann eine Runde über den Ngubhu Loop gefahren. Haben jede Menge gesehen: Zebras, Tsessebe/Halbmondantilope, Impalas, Wasserbock, Warzenschweine, Elanantilopen, Gnu’s, Breitmaulnashorn mit Baby, Nyala, Klippschliffer, Giraffen. Sehr schön ist auch die bergige Landschaft. Das Wetter läßt momentan zu wünschen übrig, es ist sehr windig, es hat auch getröpfelt und gedonnert. Am Nachmittag waren wir faul. Haben zeitig gegessen und waren gegen 19:00 Uhr im Bett.

 

Dienstag, 28.09. 2010: Ithala Game Reserve – Mkhuze Game Reserve 206km

Heute sind wir um 06:30 Uhr aufgestanden. Haben gefrühstückt und sind  losgefahren. Die meisten Tiere sehen wir wieder bei Ntwala am Ngubhu Loop. Von dort fahren wir die Off-Road-Strecke Ntshamanzi Track zum Pongola-River. Hier benötigen wir zum ersten Mal unseren 4WD Antrieb. Die Landschaft ist super. Am Phongola Picnic Site machen wir Pause. Auch am Bergvliet Loop erwartet uns wieder eine atemberaubende Landschaft. Sehr schön ist auch der Blick auf den Pongala River von einem View Point aus. Gegen 12:00 Uhr verlassen wir den Park. Wir nehmen den direkten Weg nach Mkhuze. Die R69 ist teilweise eine Gravelroad. Sie ist aber mit dem Toyota gut befahrbar. In Mkhuze ist shoppen angesagt, wir besorgen alles was wir noch brauchen Bier, Wein und natürlich was zum Essen.

Wir Checken um ca. 15:00 Uhr im Park ein. Wir buchen eine Resthut im Mantuma Camp. Die Campsite am Emshopi Gate gefällt mir wegen der Lage am Gate nicht. Hier im Camp werden wir gleich wegen der Affen gewarnt. Paviane und Meerkatzen haben sich hier zur Plage der Gäste entwickelt. Sehr schnell haben sie gelernt wie man den unvorsichtigen Gästen deren Verpflegung stiehlt. Nach einer Brotzeit ist am Nachmittag eine Pirschfahrt angesagt. Wir fahren nur zum Kumasinga Hide. Vom Parkplatz muß man ca. 200 Meter durch den Busch zum Eingang des Hides gehen. Von dort noch einmal ca. 50 Meter. Da waren doch tatsächlich 7 Rhinos zu sehen. Zwei davon trugen ihren Revierkampf direkt vor dem Eingang aus, so daß man den Hide gar nicht so ohne Risiko verlassen konnte. Auch wir warteten solange bis sie ihren Streit beendet hatten. Erst dann konnten wir zurück zum Auto gehen.  Während Petra im Auto wartete ging ich noch einmal mit der Videokamera zum Hide zurück. Wieder kamen drei Rhinos an das Wasserloch. Petra fühlte sich so alleine im Auto nicht wohl.

Zurück in unserer Resthut waren wir erst einmal mit Hütte einräumen beschäftigt, machten uns dann Gedanken über unser Essen. Schnell mußte es gehen, deshalb einigten wir uns auf Spaghetti mit Tomatensoße.  Zu allem Übel mußten wir unter einem lärmenden Ventilator in getrennten Betten schlaffen. Auch viele Moskitos schwirrten umher. Zum Glück gab es einigermaßen zufriedenstellende Moskitonetze.

 

Mittwoch, 29.09.2010: Mkhuze Game Reserve - Mabibi Costal Camp 133km

 

Haben uns heute den ganzen Park angesehen. Der obere Hide Kumahlala war ausgetrocknet. Schön war die Nsumo Pan; haben Hippos, Pelikane und Krokodile gesehen. Viele Wege sind in Mkhuze gesperrt. Schade. Fahren später noch mal zum Khumasinga Hide. Wow, dort ging der Punk ab. Haben  Zebra’s, Gnu’s, Impala’s, Nyala’s, Warzen- und Buschschweine, Paviane, Büffel mit Kalb, Kudu, Rhinos gesehen. Die Zebra’s hatten sich ziemlich in der Wolle, da hat es vielleicht gestaubt. Da sich das Hide ca. ein Meter über dem Wasserloch befindet sind die Tiere zum Greifen nahe. Ein Rhino kratzt sogar direkt unter unseren Füßen mit seinem Horn am Boden. Näher geht es wohl wirklich nicht.

Um ca. 12:15 Uhr sind wir dann weiter nach Mabibi gefahren. Wir verlassen den Park durch das östliche Gate. Jetzt wollen wir endlich den Indischen Ozean wieder einmal sehen. Die Fahrt zur Camp Site am Lake Sibaya entlang war ziemlich anstrengend und nervig. Eigentlich ist das nur ein One way Track .Der Weg ist total schmal und bei Gegenverkehr kann man nicht wirklich ausweichen. Zum Glück ist das nur dreimal der Fall und jedesmal an Stellen wo es gerade noch möglich war aneinander vorbei zu kommen.  Die Camp Site selbst ist nicht gerade der Hit. Der ewige Sandstrand entschädigt allerdings für die ganzen Mühen. Es ist sehr windig. Das ganze Meer ist aufgewühlt. Wir unternehmen einen kleinen Spaziergang und trinken dabei ein Castle. In der Thonga Beach Lodge, die sich gleich neben an befindet, mag hier ein Aufenthalt sicher sehr schön sein. Nicht aber auf der Campsite. Hier gibt es so gut wie keine Möglichkeit etwas zu unternehmen. Da wir auch am Strand, bei diesem starken Wind nichts machen können, beschließen wir, daß wir am nächsten Tag weiterfahren werden.

  • Donnerstag, 30.09.2010: Mabibi Coastal Camp – Kosi Bay Camp  121km
  • Nach dem Frühstück verlassen wir Mabibi in nördlicher Richtung. Sehr schnell wird aus der Sandpiste eine gute Gravelroad die durch einen ausgedehnten Wald führt. Hier treffen wir auf Arbeiter die einen LKW mit Holz beladen. Leider finde ich keinen Weg daran vorbei. Ich steige aus und rede mit den Arbeitern. Schnell räumen sie ein paar Bäume zur Seite und schaffen so eine Lücke durch die wir mit unserem Auto passen.  Irgendwann bemerke ich das die T-Belt Warnleuchte leuchtet. Dabei handelt es sich um den Zahnriemen. Der wird zwar keine Probleme machen, ich rufe aber trotzdem beim Vermieter in Kapstadt an um ihn darüber zu informieren. In Manguzi gehen wir zunächst in den Boxxer Supermarkt. Wir suchen einige Lebensmittel. Aber diese nervtötende, extrem laute Musik ist der Grund das wir unseren Einkauf gleich wieder abbrechen. Nichts wie raus!  Zum Glück finden wir die benötigten Dinge im Spar Supermarkt. An der Engen Tankstelle tanken wir 110 Liter Diesel. Es ist gut zu wissen das wir nur etwa 10 ltr. auf 100km brauchen. Mit vollem Tank und reichlich Proviant fahren wir nach Kosi Mouth.  Am Gate fragt uns der Ranger nach dem Permit. Upps, da habe ich doch etwas vergessen. Nach einem kurzen Gespräch läßt er uns aber trotzdem passieren. Ich bedanke mich beim ihm mit ein paar Rand und einigen Kugelschreiber. Von denen haben wir mehr als genug dabei. Sie werden überall gerne angenommen. Vom Parkplatz aus erkunden wir das Mündungsdelta. Hier ist es ja ein „muß „ zu Schnorcheln. Also schnappe ich mir meine Flossen und die Tauchmaske. Ich lasse mich mit der Strömung treiben. Das haut mich nicht gerade um. Da ist mein Gartenteich aufregender. Später machen wir uns auf den Weg ins Kosi Bay Camp. In der Rezeption frage ich nach ob es am nächsten Tag möglich ist mit einem Boot auf den See zu fahren. Leider sind alle bereits ausgebucht. Das ist sehr schade. Wir suchen uns einen ruhigen Stellplatz und bauen unser Zelt auf. Wir wandern runter an den See. Vom Steg aus können wir ein Hippo sehen. Hier braucht man definitiv ein Boot. Wir kommen mit einem Angestellten ins Gespräch. Er meint ein Bekannter hätte ein Boot und könnte vielleicht mit uns raus fahren. Doch auch daraus wird nichts. Ich finde mich damit ab. Nach dem Abendessen gehen wir noch einmal runter zum Steg. Auf dem Weg nach unten findet Petra eine schöne große Spinne. Die sieht ziemlich harmlos aus. Mit einer Dose Castle genießen wir die Geräusche am See und beobachten den riesigen Sternenhimmel. Nach einer schönen warmen Dusche verkriechen wir uns ins Zelt.

     

    Freitag, 01.10.2010: Kosi Bay Camp – Parque de Malongane   33km

    Wird sind um 07:00 Uhr aufgestanden, haben gefrühstückt und sind dann noch den Samango Trail durch den Busch gegangen, in der Hoffnung an den See zu gelangen. Leider befindet sich dieser Trail innerhalb des Campgeländes, so daß wir immer wieder am Zaun landeten. Zum Schluß waren wir dann wieder am Haupteingang. Als wir auf der Straße wieder zurück gehen sehe ich eine grüne Schlang über den Weg huschen. Ich wollte noch ein Foto schießen, aber die Schlange war wie vom Erdboden verschwunden. Wir gingen nocheinmal kurz an den See und fuhren dann Richtung Mosambik weiter. Die Abwicklung und das Ausfüllen der Formalitäten dauerte ca. ½ Std. und  war völlig unkompliziert. Einer der Grenzbeamten sprach sogar ein bißchen Deutsch. Wir mußten noch zusätzlich eine Autoversicherung abschließen (150 Rand) und passierten um 11:00 Uhr die Grenze.  Auf ziemlich sandiger Piste ging es dann ins Ponta Malongane Camp. Ziemlich voll hier. Hier bekommen wir einen Platz , zwischen Süd Afrikanern zugewiesen. Die einen reparieren ihren Landrover, der andere hämmert an seinem nicht geländetauglichen Anhänger rum. Egal, im Hintergrund rauscht das Meer! Wir machen uns wieder einmal ein Castle auf und errichten unser Lager. Anschließend unternehmen wir eine Strandwanderung. Nach einer gemütliche Pause im Zelt springen wir später in den kühlen indischen Ozean. Um 17:00 Uhr trifft man sich an der Tauchbasis zum Briefing . Ich melde mich für den nächsten Tag an. Alles völlig unkompliziert. Nach dem Essen sind wir noch mal an den Strand. Mit meiner Lampe ärgere ich einige Gespensterkrabben. Direkt über unserm Lager entdecken wir einige Bushbabys.

     

    Samstag, 02.10.2010: Parque de Malongane     0km

     

    Kurz vor 6 sind wir aufgewacht. Nervige Südafrikaner die ihr Lager abbauen und Harndrang. Nach eine leichten Frühstück fahre ich zum Tauchen raus. Bei der Ausfahrt sehen wir mehrere Buckelwale. Unser Skipper hält auch gleich an damit wir sie aus nächster Nähe sehen können. Während des Tauchganges hört man ständig ihre Gesänge. Der TG ist OK. Einige Fische habe ich noch nicht gekannt. Nach meiner Rückkehr wird gefrühstückt und ein bißchen geschlafen. Während ich beim Tauchen war, hat Petra die Hausarbeit erledigt, ist ja schließlich Samstag (Waschen und so). Nach dem zweiten Frühstück sind wir durch das Camp gegangen und haben uns an der Bar ein 2M ( doschemm) gegönnt. Mit dem Fernglas sehen wir Delphine und Buckelwale. Zurück am Auto haben wir Brotzeit gemacht und sind anschließend ein wenig am Strand gewandert. Ab in die Dusche denn um 17:00 Uhr muß ich wieder zur Tauchbesprechung. Diesmal ist das erste Boot um 7Uhr schon voll.  Ich kann nur noch mit dem um 9.30 Uhr raus fahren.  Das bedeutet daß wir das eigentlich geplante Tagesziel am nächsten Tag nicht  erreichen werden. Egal, für solche Fälle habe ich ja immer noch einen Plan B. Wie am Vortag kommen auch an diesem Abend Bushbaby zu uns. Diesmal sehr nahe. Es handelt sich dabei um dickschwänzige Buschbays. Vermutlich sind sie vom Geruch der Butternuß angezogen worden.

     

    Sonntag, 03.10.2010: Parque de Malongane – Casa Lisa   219km

    Erst um 11 Uhr fahren wir los. 4 lange Stunden durch irgendwie langweilige Gegend, vorbei am Reserva Especial do Maputo. Die Teerstraße ist übersät mit Schläglöchern. Dadurch erreichen wir Maputo zu spät. Es ist genau 15:00 Uhr. Zu dieser Zeit schließt der Matola Shoprite am Sonntag. Ich kann aber bei der Millennium Bim Bank mit meiner EC Karte Geld abheben. Weiter kämpfen wir uns durch das Gewühl der Vorstädte. Viele fahren wie die Henker durch die Gegend. Hier muß man sehr vorsichtig sein. Wir passieren mehrere Polizeikontrollen ohne Probleme und erreichen 2 Stunden später unsere Unterkunft Casa Lisa etwas müde. Vom Besitzer werden wir sehr freundlich willkommen geheißen. Wir beschließen bei ihm zu Abend essen. Da das recht gut ist, gönnen wir uns auch am nächsten morgen das Frühstück bei ihm. Die Nacht dagegen ist sehr nervig. Es ist sehr windig und unsere Tüte auf dem Zelt macht einen Höllenlärm. Mehrmals klettere ich raus um etwas zu verändern. Erst als wir umparken (gegen 2 Uhr) wir es etwas angenehmer.

     

    Montag, 04.10.2010: Casa Lisa – Zavora     368km

    Nach dem Frühstück zahlen wir 360 Rand für alles. Echt ein Schnäppchen. Für die angekündigten 4 Std. Fahrzeit brauchen wir mit einem kurzen Zwischenstopp zum Einkaufen ca. 6 Std. Die Fahrt ist nicht gerade lustig. Die Straßen lassen zu wünschen übrig. Der Teer (wenn man das so nennen darf) hat zum Teil riesige Löcher.  Es wird aber fleißig an der neuen Straße gearbeitet. Das Autofahren macht hier nicht wirklich Spaß. Die LKW-Fahrer fahren absolut rücksichtslos, man macht sich lieber rar. Die Einheimischen überholen an den unübersichtlichsten Stellen. Die Landschaft ist uninteressant. In den Dörfern ist viel los und oft ist Markt. Außerhalb der Ortschaften sind jede Menge Menschen unterwegs. An den Straßenrändern werden Waren angeboten. Wir kaufen Cashew-Nüsse zu einem etwas erhöhten Preis (200 MET), egal sie schmecken und der Verkäufer hat sich gefreut. Kommen gegen ca. 14:15 Uhr im Zavora Camp an. Zuerst springen wir ins Meer. Später trinken wir noch an der Bar ein Bier und beobachten die Wale beim Springen.  Da John der Tauchlehrer neben dran sitz spreche ich ihn wegen tauchen an. Alles geht klar.

     

    Dienstag, 05.10.2010: Zavora         0km

    Super, im Zelt sind mindestens 3 Moskitos! Irgendwas scheint bei den Vorsorgemaßnahmen falsch zu laufen. Wir haben jede Menge Stiche und Unbehagen macht sich breit. Vielleicht sollten wir unsere Malariatabletten doch noch nehmen. Ich mache 2 Tauchgänge. Besonders der zweite Tauchgang ist saukalt. Sehe 9 Mantas, 4 oder 5 Turtles, 2 Whitetips, Muränen, Rotfeuerfische, usw.. Zwischen den Tauchgängen kämpfe ich erfolgreich gegen die Seekrankheit. Unglaublich was so kleine Pillen bewirken können. Der Seegang ist aber auch alles andere als gemütlich.

    Petra kümmert sich währenddessen um die Wäsche. Nach getaner Arbeit geht sie an den Strand und holt sich auch gleich einen Sonnenbrand (trotz eincremen).

    Am Abend spreche ich mit Jon. Zu gerne würde ich auch an einem der äußeren Riffe tauchen. Das ist kein Problem für ihn.

  • Mittwoch, 06.10.2010: Zavora - Barra Lighthouse    138km
  • Bereits um 7 Uhr fahren wir raus. Ich bin der einzige Kunde auf dem Boot. Der Tauchplatz liegt etwa 20km vor der Küste. Mehrmals sehen wir Buckelwale. Auch als wir den Platz erreichen ist einer sehr nahe am Boot. Doch durch die schlechte Sicht unter Wasser können wir ihn nur hören aber nicht sehen. Schade, dafür sehen wir bei diesem Tauchgang aber sehr viele Fische. Da der Tauchplatz relativ tief ist tauchen wir mit Nitrox. Nach unserer Rückkehr bezahle ich meine Tauchgänge. Erfreulicherweise brauche ich weder für Nitrox noch für die Ausfahrt am morgen einen Aufpreis bezahlen. Die Zeit reicht gerade noch für einen kurzen Abschiedsgruß, denn die nächsten Taucher warten schon am Boot. Wir haben gemütlich gefrühstückt und zusammengepackt. Unser heutiges Ziel ist Tofu. Unterwegs treffen wir auf eine Gruppe Schulkinder. Als wir anhalten sind einige erschrocken und weggerannt. Erst nach und nach trauen sie sich ans Auto. Nachdem wir ihnen ein paar Kugelschreiber geschenkt haben fahren wir weiter.

    In Tofu suchen wir uns einen Parkplatz um einige Lebensmittel zu besorgen. Wir sind noch nicht richtig aus dem Auto raus als wir von einigen aufdringlichen Händlern angesprochen werden. „Hello my friend“. Ich habe gar nicht gewußt daß ich so viele Freunde in Mosambik habe. Man merkt hier daß Tofu ein Touristenort ist. Dementsprechend kann man hier viele unnütze Dinge bekommen. Schnell besorgen wir Gemüse und Brot und verschwinden von hier. Das ist nicht nach unserem Geschmack. Unser Ziel für heute wäre White Sands. Der Weg dorthin führt uns auf der Rückseite der vielen Lodges vorbei. Überrascht sind wir von dem vielen Müll der sich hier befindet. Sind doch gerade diese Lodges sehr beliebt. Sicherlich sieht es in den Lodges besser aus. Für mein Verständnis sollte auch vor der Haustüre etwas mehr Ordnung sein. Wahrscheinlich schauen die Gäste nur nach vorne zum Meer raus und finden das alles super toll. Uns versperrt die Flut die Weiterfahrt nach Areia Branca. Nun brauchen wir eine Alternative, da die Ebbe erst später am Abend eine Durchfahrt ermöglicht. Barra Reef Divers gibt es auch nicht mehr, so bleibt für diese Nacht nur noch das Barra Lighthouse übrig. Dort sind wir die einzigen Gäste. Hier gibt es aber keinen Wachmann und das Gate ist auch offen. Vielleicht war das auch der Grund warum wir mitten in der Nacht ziemlich erschrocken sind. Es hat aber nur eine Katze unsere Essensreste aus der Blechmülltonne geholt und dabei ziemlichen Lärm erzeugt.

     

    Donnerstag, 07.10.2010: Barra Lighthouse – Coconut Bay   62km

    Nach dem Frühstück fahren wir nach White Sands. Neugierig sind wir halt schon. Diesmal ist das Wasser ausreichend zurückgeweicht und ermöglicht uns so die Durchfahrt. Theoretisch könnte es man hier etwas länger aushalten. Was uns davon aber abhält ist die Abhängigkeit von Ebbe und Flut. Die Tauchbasen sind alle auf der anderen Seite. Eine Walhaisafari können wir auch nicht unternehmen da der Wind das Meer stark aufgewühlt hat. Es ist nicht die beste Jahreszeit für Aktivitäten im Meer. Wir verlassen das Touristendörfchen und fahren nach Inhambane. Die gesparten Tage können wir bestimmt woanders besser nützen.

    Wir parken am Pier. Ich habe das Auto noch nicht richtig geparkt, als ich angesprochen werde. „Hello my friend“. Irgendwie geht mir das momentan ziemlich auf den Keks. Dementsprechend lautet meine Antwort. Ich mache ein paar Fotos vom Pier. Als wir die dortige Toilette benutzen wollen zeigt uns die unfreundliche Dame daß sie dafür Geld haben möchte. Das wäre ja kein Problem aber vielleicht ein kleines Hallo würde ja nicht schaden. Für mich ist das ein Zeichen wie viele Touristen die eigentlich nette Bevölkerung verderben. Das ist auch der Grund warum ich solche Plätze nicht mag. Für umgerechnet 7 Euro kaufen wir noch Alufolie.

    Wir fahren weiter Richtung Coconut Bay. Wir bekommen einen ruhigen Platz zugewiesen. Alle sind hier sehr freundlich und wir fühlen uns wohl. Die Toiletten und Duschen sind sehr sauber. Nach einem Bier und einem Strandspaziergang am Strand werden wir von einem Einheimischen angesprochen. Gerne würde er uns eines seiner Tücher verkaufen. Es ist aber keines nach unserem Geschmack dabei. Als das nicht funktioniert bietet er uns ein Grundstück mit Seeblick an. Das wäre schon eher interessant. Aber leider ist Mosambik wohl nicht das ideale Land für eine Geldanlage. Die Tauchbasis ist leider geschlossen. Low Season.  Wir duschen und relaxen. Später kochen wir und machen noch einmal einen kleinen Spaziergang. Mittlerweile ist es schon 19:00 Uhr. Zeit zum Schlafen gehen.

     

    Freitag, 08.10.2010: Coconut Bay – Pomene    235km

    Heute fahren wir nach Pomene. Unterwegs halten wir in Maxixxe. Auf der Bim Bank holen ich Geld aus dem Automaten 3 x 3000 Mets. Es gibt mehrere Bim’s in Maxixxe. Die Atm’s funktionieren mit Maestro. Einkaufen ist da schon schwieriger. Es gibt sehr viele Läden. Darin gibt es alles Mögliche. Um das richtige zu finden braucht man sehr viel Zeit. An der Tankstelle machen wir die Tanks voll. 100 Liter gehen rein und kosten 3500 Mets. Wir sind damit über 900km gefahren. Im Shop der Tankstelle bekommen wir noch Trinkwasser und Frankfurter Würstchen. In einer anderen Tankstelle besorgt Petra noch Streichhölzer. Unsere 1. Polizeikontrolle verläuft reibungslos. Der Polizist fragt nur wohin wir fahren und schaut dabei ins Auto. Als Dankeschön schenke ich ihm ein Paar Kugelschreiber.  In Massinga gibt es auch sehr viele Shops und Tankstellen. Unser nächster Halt ist in Morrungulo. Wir fahren zur Bonito Bay. Das ist eine sehr neue Lodge die Richtig gut aussieht. Wir trinken in der Bar ein Bier und unterhalten uns ein wenig mit dem Barmann. Eigentlich könnten wir hier bleiben. Doch ich bin schon auf Pomene fixiert.  Die Anreise zur Pomene Lodge ist zunächst sehr Easy. Erst die letzen 7-8 Kilometer benötigen Allrad. Für die letzten 2 Kilometer müssen wir auch noch Luft aus den Rädern lassen. Mit 1.7 Bar kommen wir gut voran. Wir werden freundlich empfangen und herumgeführt. Die Lodge ist sehr schön und hat einen großen Pool. Wir beschließen daß wir im Restaurant zu Abend essen. Wir müssen die Speisen gleich auswählen damit am Abend auch alles vorhanden ist. Ich wähle die Fischplatte und Petra Calamari und zur Vorspeise Foccacia; eine Art Pizza mit Knoblauch drauf (sehr lecker).

     

    Samstag, 09.10.2010: Pomene Lodge

    Mit Tauchen geht heute nichts. Da es zu viel Seegang hat fährt Howard Carpendale, Petra findet daß der Tauchlehrer wie Howard aussieht, nicht raus. Vielleicht  morgen. Er bietet uns aber eine Fahrt zu den Mangroven am Nachmittag an. Also gut, machen wir das. Wir frühstücken gemütlich. Von vorbeikommenden Frauen kaufen wir frischen Salat und etwas Lauch für unser Abendessen.

    Ich erkunde die Umgebung. Es herrscht Ebbe. An den kurzen Mangroven schneide ich mich am Fuß. Barfuß ist da doch nicht so toll. Hier sehe ich einige Flamingos. In der Lagune entdecke ich jede Menge Seesterne und Kofferfische und beschließe eine Runde zu Schnorcheln. Petra liegt faul im Liegestuhl und ließt ein Buch. Zur Mittagszeit machen wir uns Burger mit Frankfurter Würstchen (na ja, der Rest ging ja, aber die Würstchen, was immer da auch verarbeitet wurde).

    Anschließend marschieren wir am Strand in Richtung Lagune. Am Pool angekommen springe ich ins Wasser. Petras Bikini löst sich auf. Zum Glück gibt es im Shop einen Neuen. Somit kann „Roxy Girl“ endlich auch wieder baden gehen.

    Wir faulenzen noch ein wenig und machen uns dann fertig für unsere Mangroven-Tour. Howard versetzt uns doch glatt. Wir warten eine ganze Weile und beschließen dann, daß Abendessen zu kochen. Später gönnen wir uns einige Drinks an der Bar und genießen die Ruhe am Pool.

    Es trifft sich gut daß wir noch einige Reservetage übrig haben. Denn genau hier ist der Platz den wir gesucht haben.

     

    Sonntag, 10.10.2010: Pomene Lodge

    Petra ist heute schon um 6 Uhr aufgestanden und an den Strand gegangen. Es herrscht Ebbe und es ist windstill, was sich heute noch ändern sollte. Ich krieche etwa eine halbe Stunde später aus dem Nest. Wir bereiten das Frühstück vor. Da kommt Howard mit seiner Freundin auf dem Quad vorbei und überbringt die freudige Nachricht das Heute getaucht wird. Um 08:30 Uhr geht’s los. Das hebt die Stimmung und ich bin guter Dinge. Petra könnte auch mit Raus fahren, aber sie will doch lieber festen Boden unter ihren Füßen. Während ich beim Tauchen kräftig umhergewirbelt werde joggt Petra am Strand. Gegen 11:00 Uhr bin ich mit einem Bärenhunger zurück.

    Petra hat frisch gebackene Brötchen besorgt, die total lecker wie Rohrnudeln, schmecken.

    Ich halte Siesta im Zelt, Petra liest im Reiseführer. Wir hängen den ganzen Tag ab, plantschen im Pool und trinken ein Bierchen. So schön kann Urlaub sein!

    Der Wind hat mittlerweile mächtig zugelegt. Wir kochen hinter unserer Baraca, weil es in Ihr genauso zieht wie davor. Ich parke das Auto um. Denn über unserem Platz hängt ein riesiger Ast vom Baum herab. Wenn der runterfällt ist der Spaß wohl vorbei.

    Nach dem Abendessen zieht es uns wieder an die Bar. Wir treffen auf ein Pärchen. Er ist Deutscher, seine Frau Französin. Gemeinsam mit ihrem Sohn sind sie schon einige Monate unterwegs. Es ist immer wieder toll wenn man sich freut daß man 4 Wochen Urlaub hat und dann auf solch glückliche Menschen trifft. Irgendwas machen wir doch falsch?

     

    Montag, 11.10.2010: Pomene Lodge

    Der Wind hat aufgefrischt (ca. 6 – 7 Bft.). Heute wird nicht getaucht. Dafür wandern wir am Strand nach Old Pomene (einfach ca. 6 km). Dort besichtigen wir die alte Hotelanlage und die Blow-Holes durch die das Wasser von den Wellen gepreßt wird. Die Gezeitentümpel sehen wie kleine Aquarien aus. Durch das klare Wasser läßt sich darin sehr viel entdecken. Auf der Piste gehen wir zurück. Gegen 14:00 Uhr sind wir wieder zurück und trinken erst mal ein 2M am Pool. Etwas angeheitert wird dann gebadet und das Abendessen geordert. Nachdem wir uns hübsch gemacht haben gehen wir zurück zum Pool, trinken noch mal ein Bierchen. Ich sitze gemütlich auf einem Liegestuhl als dieser plötzlich durchbricht. Welch ein Spaß für alle die das mitbekommen. Oh wie peinlich.

     

    Dienstag, 12.10.2010: Pomene – Vilankulo     235km

    Bereits um 6 Uhr springen wir vor der Tauchbasis ins Wasser. Es ist ein gemütlicher Tauchgang. Hier im Fluß kann man einige Interessante Lebewesen entdecken. Petra hat Kopfschmerzen (Bier und Wein lasse sein).

    Leider müssen wir Pomene verlassen und machen uns auf den Weg nach Vilankulo. Dort kaufen wir ein und besorgen Bargeld. Ich benötige wieder drei Anläufe um genügend Geld abzuheben. Die Automaten rücken einfach nicht mehr heraus. Vilankulo ist wieder sehr touristisch. Dementsprechend weiß der aufmerksame Leser was wir von diesem Ort halten. Kaufen im Taurus-Supermarkt ein (gutes Angebot; Fleisch gibt es auch ist aber teuer). Wir verstauen unsere Sachen und werden sogleich von einem Bettler auf portugiesisch belabert. Nicht’s wie weg. Wir suchen die Backpackers Baobab Campsite. Die Campsite ist ziemlich klein. Später fahren wir noch mal raus, um zu Tanken. Gasoline oder Gasoléo (Gasoléo ist Diesel). Wir bräuchten auch noch etwas Gemüse vom Markt. Wir wollten aussteigen, aber dann waren wir schon von Jugendlichen umringt. Ok. Wir erledigen das dann am nächsten Tag.

    In der Campsite befindet sich eine Tauchschule. Dort melde ich mich für den nächsten Tag an. Am Abend lernen wir bei Cocktail und Bier ein Pärchen aus der Schweiz kennen, sind bereits seit 6 Monaten unterwegs. Obwohl ihre Reisekasse schon knapp wird, gönnen sie sich den Luxus in Mosambik zu schnell zu fahren. Das Geld hätten sie sicher für schönere Dinge ausgeben können. Wir unterhalten uns lange und ausführlich und halten doch tatsächlich bis fast 22:00 Uhr durch. Das war ein schöner Abend.

     

    Mittwoch, 13.10.2010: Vilankulo

    Ich mache heute einen Ganztagestrip zum 2 Mile Reef. Obwohl Petra mitfahren könnte bevorzugt sie es lieber hier an Land zu bleiben. Das Riff liegt vorgelagert zwischen den beiden Inseln Bazzaruto und Benguerra. Zuerst fahren wir an die Landspitze von Bazzaruto dort werden die Schorchler abgesetzt. Nach dem Tauchgang machen wir hier gemeinsam Mittagspause. Ich steige auf eine Sanddüne und habe so einen guten Überblick über die Gegend. Mal abgesehen davon das es eine Insel ist sieht es hier nicht anders aus als an der restlichen Küste die wir bisher bereist haben. Auch hier ist der Sand nur braun. Irgendwie verstehe ich die Euphorie nicht mit der viele diese Inseln beschreiben. Vielleicht bin ja nicht so romantisch veranlagt oder meine Phantasie reicht dafür nicht aus. Was dafür definitiv nicht reicht ist das Geld in meinem Geldbeutel. Hier beginnen die Übernachtungskosten bei 500 US$. Wenn ich weißen Strand, Palmen und den indischen Ozean haben möchte fliege ich lieber auf die Malediven. Was soll’s, die Geschmäcker sind ja unterschiedlich. Diesmal dürfen die Schnorchler mit ans Riff raus. Gut das Petra an Land geblieben ist. Bei dem Seegang und den Wassertemperaturen ist das kein Vergnügen. Nach dem Tauchgang holen wir die völlig ausgekühlten Schnorchler aus dem Wasser. Trotz blauer Lippen sind sie alle begeistert. Bevor es wieder zurück geht machen wir noch einen Stopp auf Benguerra.

    Am Abend gönnen wir uns ein paar Cocktails. Da wir morgen zurück nach Südafrika fahren wollen gehen wir zeitig ins Bett.

     

    Donnerstag, 14.10.2010: Vilankulo – Pafuri Border    538km

    Gegen 6 Uhr fahren wir los. Petra ist etwas beunruhigt. Unsere heutige Route führt uns durch das Hinterland direkt zum Kruger NP. Die Strecke ist relativ gut zu befahren. Ich versuche möglichst zügig voranzukommen. Natürlich darf man hier nicht zuviel riskieren. Es sei denn man möchte hier einige Tage im Busch verbringen und auf Hilfe warten. Petra meint ob wir auf einer Ralley wären. Ab und zu kommen wir durch Dörfer. In den meisten Dörfern fehlen große Schattenspendende Bäume. Um das Dorf finden sich aber genügend. Das verstehen wir nicht. Sind die einfach nur zu faul um Brennholz aus der Umgebung zu holen oder ist es durch die Minen zu gefährlich. Auf der ganzen Route sehen wir kein einziges Tier. Die Gegend um den Lake Banamana würde sich hervorragend für Zebras, Gnu’s und Giraffen eignen. Ursprünglich hatten wir einen Übernachtungsstopp eingeplant. Da es aber so gut läuft wollen wir es unbedingt noch in den Kruger schaffen. Kurz nach Mapai treffen wir auf den Limpopo. Da es hier keine Brücke gibt muß man durch den Fluß fahren. Wir haben Glück, denn zu dieser Jahreszeit ist von dem großen Fluß nur ein kleines Rinnsal übrig geblieben. Von hier sind es nur noch 60km bis nach Pafuri. Der Grenzübergang schließt um 16 Uhr. Das wird knapp. Leider ist die Strecke in einem total üblen Zustand. Riesige Ausspülungen und Schlaglöcher reduzieren unseren bisher sehr guten Schnitt. Viele Passagen gehen nur mit Schrittgeschwindigkeit. Zum Glück ist alles Staubtrocken. Bei Regen hört hier der Spaß auf. Um 16.40 Uhr sind wir an der Grenze. Wir dürfen noch zu Fuß nach Südafrika rüber gehen um zu fragen ob wir noch rein dürfen. Leider sind die Beamten schon weg. Zurück fragen wir Mosambikanischen Beamten wo wir hier übernachten könnten.  Er zeigt uns einen Platz direkt am Gate. Als kleines Dankeschön möchte er noch 1000 Mets die sofort in seiner Hosentasche verschwinden. Das ist somit die teuerste Campsite in Mosambik. Was soll’s dafür können wir morgen früh gleich in den Kruger starten. Trotz geschlossenem Grenzübergang fahren ständig Einheimische hin und her. Für viele sind wir eine kleine Attraktion. Von allen Seiten werden wir begutachtet. Als es Dunkel wird verkriechen wir uns ins Zelt. Es ist verdammt heiß hier. Über 35 Grad messe ich. Zu allem Übel werden wir von allen Seiten noch mit ätzender Musik beschallt.  Irgendwann in der Nacht frischt der Wind auf und vertreibt wenigstens die Hitze.

     

    Freitag, 15.10.2010: Kruger Nationalpark – Punda Maria Camp

    Wir wachen zeitig auf, kein Wunder bei dem Lärm. Pünktlich um 08:00 Uhr erledigen wir unsere Aus- und Einreiseformalitäten. Wir müssen noch mal 600 Meticais für unser Auto bezahlen. Übernachtungsgebühren für den Limpopo Nationalpark. Alle klappt reibungslos. Unser Auto wird von beiden Seiten noch einmal gecheckt, wobei der Beamte auf Moz-Seite etwas von uns haben möchte, damit er sich an uns erinnern kann! Somit sind wir unsere letzten Meticais los.

    Wir machen uns auf in Richtung Punda Maria Rest Camp, entlang einer märchenhaften Landschaft. Man sieht auch, daß es hier viele große graue Tiere geben muß, einige Landabschnitte sind sehr verwüstet.

    Wir checken in Punda Maria ein und an der Rezeption erklärt man uns, daß unsere Reservierungen, die ich für den Krügerpark gemacht habe, gelöscht  wurden, weil das Geld wohl nicht angekommen sei. Man müsse erst mal sehen, welche Reservierungen für uns gemacht werden können. Ich bin stocksauer, schließlich habe ich ja alles geplant und war sehr froh das ich alle Unterkünfte die ich wollte bekommen habe. Offensichtlich hat es San Parks nicht nötigt mal nachzufragen wenn keine Bezahlung eingeht. Die stornieren einfach. Wir müssen kurz vor 18:00 Uhr noch mal vorbeikommen. In der Zwischenzeit gehen wir auf Pirschfahrt. An einem Wasserloch liegen 3 Löwen. Zurück fahren wir gleich zur Rezeption. Zu unserem Glück hat er fast alle meine Wünsche buchen können. Nur aus Balule wurde Tsendze.

  • Samstag, 16.10.2010: Kruger Nationalpark – Shingwedzi
  • Wir fahren noch einmal in den Norden und erkunden das Gebiet um den Luvuvhu River und Crook’s Corner. Schade daß es hier oben keine Campsite gibt. Auf dem Weg nach Shingwedzi sehen wir eine große Büffelherde am Straßenrand.  In unmittelbare Nähe zum Camp liegt ein toter Büffel im Gras. In Shingwedzi machen wir unsere Mittagspause. Leider sind alle Ausfahrten ausgebucht. Gerne würden wir einen Nightdrive mitmachen. Auf den Sichtungs-Tafeln erkunde ich mich was man an diesem morgen alles so gesehen hat. Einer meiner größten Wünsche wäre ein Wildhund. Nachmittags fahren wir zu den Redrocks. Da alle größeren Flüße im Kruger Wasser haben bewährt es sich an diesen entlang zu fahren. Am Abend entdecken wir einen Civet direkt am Zaun.

     

    Sonntag, 17.10.2010: Kruger Nationalpark - Tsendze Rustic Camp

    Wir verlassen Shingwedzi Richtung Süden. An dem toten Büffel fressen sich drei Löwen satt. Mit Schrittgeschwindigkeit erkunden wir jede auch noch so kleine Einbuchtung. Zu Fuß kämen wir schneller voran. Fragt sich nur wie weit. Gerade hier im Norden verschwinden jedes Jahr illegale Einwanderer aus Mosambik. Wir treffen auf jede Menge Elefanten, einer trötet uns sogar von hinten an. Den habe ich beim rückwärts fahren wohl übersehen, Upps. Wir folgen dem Shingwedzi. Am Nyawutsi Bird Hide machen wir Pause. Am Mooiplaas Wasserloch sehen wir eine Herde Roan Antilopen. Im Mopani Camp müssen wir uns für das Tsendze Camp anmelden. Da wir schon mal hier sind tanken wir auch gleich wieder. Den Weg zum Pioneer Dam versperrt uns ein Elefant. Im Tsendze Camp machen wir unsere Mittagspause. Das Camp liegt sehr schön. Hier könnte man es locker 14 Tage aushalten. Hier in der Umgebung gibt es alles was Safariherzen höher schlagen läßt. Nachmittags fahren wir direkt zum in der Nähe gelegenen Confluenze Lookout. Dort habe ich am Vormittag mit meinem Fernglas einen Löwen entdeckt. Jetzt wollen wir mal nachschauen ob er noch da ist. Und ob der noch da ist. Zu unserer Freude liegt er jetzt direkt auf dem Weg vor unserem Auto. Erst kurz bevor das Gate schließt fahren wir zurück.

     

    Montag, 18.10.2010: Kruger Nationalplatz – Maroela Rest Camp

    Wir verlassen das Camp um 05:30 Uhr. Wir wollen ja nichts versäumen. Aber so richtig viel Tiere scheinen noch nicht unterwegs zu sein. Bisher wurden wir für unsere zeitigen Ausfahrten nicht belohnt. Die meisten Tiere haben wir alle viel später entdeckt. Diese Safariregel trifft wohl nicht immer zu. Wir beschließen nach Olifants zu fahren, da waren wir vor 10 Jahren schon mal. Wir stellen fest, daß heute Giraffen-Tag ist. Es sind aber auch viele Elefanten unterwegs. Am Nwamanzi View-Point vergesse ich meine Türe zu schließen. Prompt sitzt eine Meerkatze darin und klaut unsere in Alufolie verpackte Brotzeit. Wir waren nicht vorsichtig genug. Ich habe einige Mühe ihn da wieder raus zu bekommen. Der Affe versuchte es aber noch einmal. Er springt von hinten an mir vorbei und versucht erneut etwas zu erwischen. Die sind hier total frech. Im Olifants-River können wir viele Hippos sehen, viele davon fressen an Land. Kurz vor Balule müssen wir über eine Brücke. Im Fluß tummeln sich zwei Hippos, die wir ungestört fotografieren können. Insgesamt waren wir heute ca. 11 Std. unterwegs und haben nur kurze Pausen gemacht. Ich bin hundemüde. So früh werden wir wohl nicht mehr aufstehen.

     

    Dienstag, 19.10.2010: Kruger Nationalplatz - Pretoriuskop

    Maroela ist ein nettes kleine Camp, trotzdem würde ich das nächste mal gleich in Orpen bleiben. Die haben nämlich ein beleutetes Wasserloch. Man kann es auch über die Webcam auf der Website von SanParks sehen. In der Nacht hörten wir Hyänen und Elefanten, die in unmittelbarer Nähe am Zaun waren. Wir fahren zunächst auf der H7 nach Satara. Auf dieser Teerstraße sind schon einige unterwegs. An den vielen Elefanten fahren wir einfach vorbei. Etwa auf halben Weg stehen zwei Autos am Straßenrand. Neugierig nähern wir uns ganz langsam. Nur fünf Meter von der Straße entfernt liegt ein Wildhund im Gras und ruht sich aus. Wir bleiben etwa 1.5 Stunden. Nur sehr selten hebt er seinen Kopf. Trotzdem bin ich sehr froh, ihn gesehen zu haben. Kurz vor dem Nsemani Dam entdecke ich ein schlafendes Rhino etwa 500m von der Straße entfernt. Wir stehen nicht lange da steht es auf und kommt langsam auf uns zu. Es überquert hinter unserem Auto die Straße. In Satara machen wir eine kurze Pause. Anschließend fahren wir wieder auf der H7 bis zur Einmündung der S36 zurück. In Muzandzene machen wir Brotzeit. Weiter fahren wir auf der S126. Ein entgegenkommendes Fahrzeug gibt uns den Tipp wo wir Löwen sehen können. Die Beschreibung ist sehr genau. Kurz vor der H1-3 sehen wir drei im Schatten dösen. Den nächsten Stopp machen wir am Orpen Dam. Vom Aussichtspunkt sehen wir viele Elefanten. Im Wasser liegt ein Krokodil. Weiter fahren wir in Richtung Skukuza. Hier sehen wir nur sehr viele Autos und Omnibusse. Die meisten Wasserlöcher sind ausgetrocknet. Erst am Sabie River ist alles sehr grün. Die beiden Flüße Sabie und Sand führen viel Wasser. An der Kreuzung H1-1 und H3 stehen viele Fahrzeuge am Straßenrand und schauen auf einen kleinen Hügel. Selbstverständlich parken auch wir. Ich suche mit meinem Fernglas die Felsen ab. Dann entdecke ich den Grund. Unter einem Felsvorsprung ruht sich ein Leopard aus. Da er zu weit weg ist fahren wir bald weiter. Das ist ein sehr guter Tag. Es ist erst früh am Nachmittag und wir haben alle der Big Five gesehen. Am Shitlhava Dam steht ein indisches Pärchen am Wasserrand. Ihr Fahrer steht etwa 100m entfernt, mit dem Auto auf dem Parkplatz. Drei weitere Fahrzeuge warten gespannt darauf wie das wohl aus gehen wird. Vielleicht kann man ja ein paar dramatische Fotos machen. Unbeschadet gelangt das Paar zu ihrem Auto. Es ist der Wahnsinn wie Dumm Menschen doch sein können. Wir fahren weiter und melden uns in Pretoriuskop an. Der Nightdrive ist auch wieder ausgebucht. Sehr schnell wird es Dunkel. Ein Gewitter zieht auf. Eigentlich wollten wir nicht mehr raus fahren. Aber was sollen wir im Camp machen wenn es regnet. Eine kleine Runde geht immer. Wir fahren Richtung Numbi Gate. Auf den Weg dorthin kann man schon die ersten Häuser außerhalb des Parks sehen. Über den Bergen tobt ein Gewitter. Wir umrunden den Mt. Shabeni. Wegen seiner Form erinnert er mich an den Ayers Rock in Australien. Etwas unterhalb sehen wir einen Löwen wie er die Straße überquert. Im Camp schleichen ein paar Affen neugierig um uns herum. Während wir kochen halte ich sie immer wieder auf Distanz. Zu Essen trinken wir eine Flasche Rotwein. Schließlich war heute ein sehr erfolgreicher Safaritag.

     

    Mittwoch, 20.10.2010: Pretoriuskop Rest Camp - Malelane Rest Camp

    Nach einer gemütlichen Nacht fahren wir auf der Voortrecker Road Richtung Afsaal. Der Regen hat ausgereicht das kleine Bäche über die Straße fließen. Der Tag beginnt sehr Gut. Zuerst sehen wir Büffel, gefolgt von Nashörnern und Elefanten. Zwei etwa 70 jährige Frauen zeigen uns Löwen. Schön das man selbst im hohen Alter noch so einfach auf Safari gehen kann. Für uns wird dieser Tag der Nashorn Tag. Bis zum Abend zählen wir 27 Tiere. Von Afsaal fahren wir über Biyamiti Weir auf der S26 zur H4-2. Von dort geht es auf dem Gomondwane Loop nach Crocodile Bridge. Hier erkenne ich nichts wieder. Auf der Campsite machen wir Mittagspause.  Nach Maleane fahren wir auf der Crocodile River Road. Obwohl wir auch hier einiges an Tieren sehen kommt kein Safari Feeling auf. Der Grund dafür ist der Blick auf die andere Flußseite, Straßen, Häuser, Fabriken. Am Maleane Gate melden wir uns für das Camp an. Kurz vor dem Gate sind drei Nashörner. Als ich die Beamten frage was sie tun würden wenn die drei hier durch wollten, grinsen sie nur. Das Maleane Camp ist das einfachste in dem wir bisher waren. Hier würde ich das nächste Mal lieber in Berg en Dal bevorzugen. Von dort hat man keinen Blick auf die Zivilisation und deren Geräusche. Des weiteren haben sie dort einen kleinen Staudamm und der Capuccino ist auch nicht zu verachten.

     

    Donnerstag, 21.10.2010: Maleane – Johannesburg     456km

    Heute ist unser letzter Tag in Südafrika. Am Abend fliegen wir zurück nach Hause. Gestern haben wir das Auto innen schon gereinigt und unsere Dinge verpackt. Eigentlich müßten wir das Auto auch außen waschen. Doch zu sehr drückt es uns noch einmal eine letzte Runde im Park zu drehen. Da wir um 15 Uhr am Flughafen sein müssen entscheiden wir, daß wir spätestens um 9 Uhr aus dem Park fahren müssen. Die Zeit verrinnt viel zu schnell. Es ist kurz vor 9 Uhr als ich einen Leoparden entdecke. Wir sind ganz alleine mit ihm. Er pirscht sich an eine Giraffe heran. Was er von ihr will wissen wir nicht. Wir bleiben und beobachten. Immer näher schleicht er sich ran. Zwischendurch verweilt er immer wieder und beobachtet die Umgebung. Die Giraffe ist doch viel zu Groß. Die Zeit verrinnt. Etwa Fünf Meter vor Ihr dreht er ab und verschwindet langsam im Unterholz. Ein sehr schönes Erlebnis am Ende unserer Reise. Wir haben etwa 1300 km im Park zurückgelegt. Wir haben sehr viele Tiere gesehen und es war egal ob im Norden oder im Süden. Der Kruger Nationalpark ist immer wieder eine Reise wert. Leider hat das ganze einen Nachteil. Es war sehr anstrengend. Wobei nicht das fahren besonders anstrengend war. Vielmehr ist es das ständige Absuchen der Umgebung. Wir sind dafür aber reichlich belohnt worden. Jetzt aber nichts wie raus aus dem Park. Nicht das wir noch unseren Flieger verpassen. Ein weiterer freundlicher Mitarbeiter von Africamper erwartet uns schon am Parkplatz. Wir sind ein bißchen später eingetroffen als verabredet. Als ich ihm den Grund dafür genannt habe hatte er dafür vollstes Verständnis. Das einzige was ihm nicht gefallen hat, war das wir das Auto nicht mehr gewaschen haben. Die dafür übliche Gebühr mußten wir netterweise nicht bezahlen.  Mit der Lufthansa fliegen wir über Frankfurt nach München. Es ist hier bereits sehr kalt. Sepp erwartet uns schon. Mit ihm fahren wir die letzten Kilometer unserer sehr schönen Afrikareise. Nun beginnt wieder das Zählen der Tage bis zum nächsten Afrikaabenteuer.

     

    Mosambik aus meiner Sicht.

    Mosambik ist auf alle Fälle eine oder auch mehrere Reisen wert. In erster Linie betrifft das die Küstenlinie und einen damit verbundenen  Strandurlaub. Obwohl Mosambik ganzjährig besucht werden kann ist wohl die erste Jahreshälfte die bessere Wahl für Wassersportler. Die Nationalparks brauchen sicherlich noch 20 bis 30 Jahre bis sich der Tierbestand erholt hat und an alte Zeiten erinnert. Vogel- und Naturliebhaber werden auch jetzt schon ihren Gefallen daran finden. Die meisten Menschen denen wir begegnet sind waren zuerst etwas zurückhaltend, etwas später aber sehr freundlich. An den Hauptstraßen wird fleißig gearbeitet. Deswegen kommt man jetzt schon viel schneller voran als noch vor einigen Jahren. Trotzdem sollte man sich unbedingt an die Verkehrsregeln halten. Vor allem in der Nähe von Ortschaften finden ständig Polizeikontrollen statt. Der vorausschauende Fahrer kann sie jedoch oft schon von weiten sehen. Meist stehen sie in Schatten eines großen Baumes. Oft reflektiert dabei die Sonne auf ihrer Windschutzscheibe. Wir haben die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten nie überschritten. Im Gegenteil, vor Ortschaften blieben wir immer 10 bis 20 kmh unter der maximal erlaubten Geschwindigkeit. Somit kann man auch vom fahrenden Auto das Treiben in den Ortschaften verfolgen. Vorsichtig sollte man sich an unübersichtliche Stellen nähern. Viele der Einheimischen überholen an solche Stellen an denen sie überhaupt nichts sehen können. Das kann sehr Gefährlich werden. Als Tourist wird man in Mosambik nicht verhungern. Jedoch ist das Einkaufen in den kleinen Orten nicht immer ganz einfach und benötigt sehr viel Zeit. Vor allem wenn man besondere Wünsche wie Grillfleisch hat. Das bekommt man definitiv nur in den sehr großen Städten. Frisches Brot und Gemüse bekommt man dafür fast überall. Durch die leichte Erreichbarkeit, vor allem auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben sich Touristenzentren wie zum Beispiel  Tofu und Vilankulo mit allen seinen Vor- und Nachteilen gebildet. Wer es lieber ruhiger mag wählt eine der vielen Stichstraßen ans Meer. Dort sind oft nur sehr wenige Anlagen bzw. Lodges vorhanden. Als Beispiele währen da Zavora, Coconut Bay, Morungulo und vor allem Pomene. Letzteres kann man nur mit einem geländetauglichen Fahrzeug oder mit einem kleinen Flugzeug erreichen.

     

     

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