Südafrika 2003, Tagebuch von Petra

Tag 1: 25.01.03

Ankunft in Johannesburg

Unsere Checkkarte wechselt Besitzer. Langer Flug macht leichtsinnig. Jürgen checkt sofort, und lässt Karte sofort sperren (Dank Kerstin und Klaus, waren super schnell). Ich hab mich natürlich wieder voll aufgeregt und wäre am liebsten nach Hause geflogen. Hatte Schnauze mächtig voll. Nachtrag: Trotzdem hat der Gauner es geschafft umgerechnet fast 2000 Euro abzuheben. Dummheit ist sehr kostspielig!

 

Tag 2: 26.01.03

Nach Frühstück Übernahme Mietwagen. Überbringer des Fahrzeugs – so scheint es - hat keine Ahnung. Erste Fahrübungen, suchen sämtliche Schalter am falschen Ort. Erster Stop an Tankstelle, einkaufen ... weiter geht’s, übernehme Steuer, habe ebenso meine Probleme den Gangschalter zu finden, verwechsle Blinker mit Scheibenwischer und grüble nach wer wohl an der Kreuzung zuerst fahren darf. Wir fahren nach Lydenburg weiter nach Sabie, suchen uns dort Unterkunft in der „Floreat Riverside Lodge“. Gehen am Nachmittag zu den Sabie-Falls, muss mich erst an die Umgebung gewöhnen. Die Einheimischen sind – so finde ich – teilweise etwas unfreundlich. Geschäftsführer Niclas beruhigt mich und meint nach 3 Tagen habe ich mich daran gewöhnt.

 

Tag 3: 27.01.03

Nach dem Frühstück fahren wir die Panorama-Route. Leider ist es trübe und es regnet etwas. Besuchen die Mac Mac Pools und Mac Mac Falls. In Graskop essen wir im Harrie’s Pancakes. Nächster Aussichtspunkt ist Pinnacle Rock, der nur schemenhaft zu erkennen ist. God’s Windows fällt wegen Nebel aus. Weiter geht’s zu den Three Rondavels. Es klart auf und die Sonne kommt raus. Haben einen super schönen Ausblick. Jürgen muss sich natürlich wieder am letzten Zipfel des Felsens fotografieren lassen. Meine Magengrube dreht sich beim Anblick um. Die Pot Holes haben wir natürlich auch mitgenommen. Übernachten mit Aventura Resort (sehr schöne Anlage, haben eine Bungalow mit Aussicht auf die Three Rodavels.

 

Tag 4: Kruger NP, 28.01.03

Die Frage, wer sieht welches Tier zuerst, hat sich gleich bei der Einfahrt in den Kruger NP Phalaborwa erledigt; läuft uns glatt ein Zebra über den Weg. Bei der Weiterfahrt sehen wir Elefanten, Löwen, Impalas, Adler, Nilpferde, Weißkopfseeadler, Giraffen, Wasserbock, Saddlebilled Storch, Graureiher, Paviane. Bei meinen ersten Elefanten bekam ich einen Hysterieanfall, da Jürgen wieder einmal eine Unmenge von Bildern schiessen musste, ich aber der Meinung war wir sollten uns lieber etwas entfernen, da die 2 Gigagenten wohl eine kleine Meinungsverschiedenheit miteinander hatten.

Eintreffen im Olifinats. Haben eine schöne Rondavel mit Blick auf den Olifant-River, sehen Elefanten-Herden, Zebras und viele andere schöne Animals von der Terasse aus.

 

Tag 5: Kruger NP, 29.01.03 it’s my birthday

Mein Geschenk von Jürgen, payed by myself, eine Wanderung am Olifants River. Bei dem Gedanken, dass evtl. hinter mir ein Löwe im Gebüsch liegt, wird mir übel. Möchte auch keinem Elefanten begegnen – habe sie mir nicht so groß vorgestellt. Sage und schreibe wir haben Alle überlebt. Unsere Guides (Steven und Lucky) hatten riesige Gewehre dabei. Ich habe auch tolle, unvergessliche Geschenke erhalten. Ich durfte die getrocknete Kacke von Elefanten und Flusspferde in die Hand nehmen und begutachten bzw. zerlegen – eine tolle Erfahrung, nachdem man die Überbleibsel sogar zu Tee braut und und rauchen kann. Die Afrikaans essen sogar den Impala-Dung.

Gesichtet Olifants River Walk: Nilpferde, Warzenschweine, Wasserböcke, Zebras, Eisvögel, Marabus, Schildkröte, Ameisenlöwe, Löwengebrüll (beeindruckend)

Gesichtet von Terrasse: 9 Zebras, Giraffen, Impalas,

Schicke Jürgen alleine auf Erkundunsfahrt (Rundfahrt Balule). Denke mir, muss nicht überall dabei sein, kann er wenigstens schöne Fotos schiessen.

Auf Tour gesichtet: Elefanten-Herde, Giraffen, Nilpferde, Zebras. Später hat er mich dann abgeholt und mir noch die Giraffen, Elefanten und Zebras (mit Nachwuchs) gezeigt. Am Ufer war dann wieder ein großer Dickhäuter (wurde uns von anderen Personen gezeigt). Fotoshooting hat stattgefunden. Nachdem ich aber einen Wunsch frei hatte, bat ich um zügige Weiterfahrt nachdem sich der Gigant in Bewegung gesetzt hatte. Bechern vor dem Essen noch ein Glas Wein (bei dieser Hitze zeigt das erste Glase schon Wirkung, ist erlaubt; denn heute gibt’s was zu feiern.

 

Tag 6: Kruger, NP, 30.01.03

Nach dem Frühstück verlassen wir Olifants und machen uns auf den Weg nach Satara (natürlich wieder auf Umwegen, für 30 km benötigen wir ca. 4 Stunden). Auf dem Weg dorthin haben wir wieder viele viele Tiere und natürlich eine Menge von Impalas gesehen. Auf der Hauptstrasse trafen wir vereinzelt auf Zebras. Am Rastplatz Timbavati waren einige zahme Buschböcke vertreten. Auf der Weiterfahrt begegneten wir meinem Lieblingstier, dem Elefanten (meine Haare standen wieder zu Berge). Kurz darauf liefen uns Löwen vor die Linse, später folgte eine riesige Zebraherde (zum fotografieren wurde, unter meinem heftigen Protest, sogar das Auto verlassen). Wieder auf der Hauptstrasse haben sich direkt am linken Straßenrand drei Elefanten um einen Baum versammelt (einem fehlte der Stoßzahn) und bestäubten sich. Kurz vor dem Satara-Camp machten wir noch einen Abstecher zum Nsemani-Damm. Dort hatte sich viele Giraffen versammelt. Jürgen wollte mal wieder mit Hupen auf sich aufmerksam machen. Die Giraffen wenig davon beeindruckt grasten einfach weiter. Ein weiterer Besucher, sichtlich durch das Hupen aufgeschreckt, zeigte uns einen Leoparden, der unter einem Baum im Gras lag. Nach dem Einchecken meldeten wir uns für einen Early-Night-Drive an. um 17:30 Uhr ging’s los. Als wir es uns im LKW bequem machten, ging direkt neben dem Camp ein Elefant vorbei (erstes Foto war uns sicher). Unser Guide Roy fuhr mit uns den Sweni-Loop entlang. Wir trafen auf Giraffen, auf Ground hornbills und Warthogs. Die Dämmerung brach herein. Eigentlich unvorstellbar, dass man im Dunklen noch etwas erkennen kann, da es ja am Tag bereits schon schwierig genug ist. Mit Scheinwerfern gingen wir auf Suche nach leuchtenden Augen. Ein Duiker und ein Impala liefen über die Strasse. Beide blickten in eine Richtung, was darauf schließen ließ, dass evtl. ein Raubtier irgendwo saß. Wir warteten eine Weile; da sich nichts bewegte fuhren wir langsam weiter. An einer Kreuzung trafen wir auf Wasserböcke. Auf der linken Seite reflektierten im Scheinwerferlicht die Augen von Büffeln. Waren aber zu weit weg, dass man genaueres erkennen hätte können. Zurück auf der Teerstrasse H7 lief ein Civet über die Straße. Später noch ein Highlight auf unserem Ausflug. Wir treffen auf ein Rudel Hyänen, die sich gerade ein Stück Beute geklaut hatten. Es ist schon beeindruckend, welche Laute diese Tiere von sich geben, besonders wenn ein Kleintier nach seiner Mutter schreit. Ob der kleine Hase, den wir direkt bei der Gruppe gesehen haben überlebt hat? Langsam aber sicher geht uns die Zeit aus. Es ist schon nach 08:00 Uhr und das Restaurant schließt um 09:00 Uhr (einige von uns haben doch noch Hunger, vor allem ich und Jürgen). Liegen da doch zwei Löwen mitten auf der Strasse und haben sich’s richtig bequem gemacht. Roy erklärt uns, dass beide Löwen krank sind (anscheinend sind die beiden schon bekannt); sie haben TBC. Löwen holen sich diese Krankheit, wenn sie infizierte Wasserbüffel fressen. Wir müssen die beiden stören und fahren los. Sie waren nicht sehr begeistert ihren Platz verlassen zu müssen. Im Camp angekommen, gingen wir schnell zum Restaurant und bekamen auch noch was zu essen. Das Satara-Camp hat uns sehr gut gefallen (Einrichtung und das Personal waren sehr freundlich.

 

Tag 7, Kruger, NP, 31.01.03

Jürgen ist heute schon um 04:30 Uhr aufgestanden um seinen Early-Morning-Drive durchzuführen. Ich hab mich noch mal umgedreht und geschlafen. Soll doch fahren, wenn er unbedingt will.

Um 07:30 Uhr kam ein lachender Jürgi wieder zurück. Erzählte mir von einem Rudel Löwen (drei Stück), die sich gerade was für den hohlen Zahn erbeutet hatten (evtl. ein Huhn) und einem Leoparden.

Frühstücken zusammen und treffen auf das Pärchen, dass wir schon in Olifants getroffen hatten. Die beiden sind auch schon sehr früh unterwegs. Nachdem ihnen Jürgen von den Löwen erzählt hatte brausten die beiden wieder ab mit dem Kommentar, der Kaffee kann warten. Begeben uns nach dem Frühstück zur Weiterfahrt nach Crocodile Bridge mit Zwischenstop am Orpen Dam (im Wasser war ein riesiges Krokodil) und in Lower Sabie (super schönes Camp direkt am Dam (mit Hippos). Auf dem Weg nach Crocodile Bridge wunderte wir uns über die viele Elefanten-Kacke auf der Strasse. Nachdem man da nicht drüber fahren sollte, wird die Fahrt zum Geschicklichkeitsparkur. Da waren Sie nun die Dickhäuter und das jede Menge. Mein Adrinalinspiegel erhöhte sich enorm und Jürgen die Ruhe selbst (später stellte sich dann heraus, dass im auch nicht ganz wohl war), da kann überhaupt nichts passieren. Wenn er nur Recht hat, denn sie waren überall ... rechts, links, hinten und vorne. Geschafft wir sind durch. Später treffen wir auf eine große Herde von Wasserbüffeln. Habe mit dem Zählen gar nicht angefangen. Geben Laute von sich wie unsere Kühe, sind nur gewaltig groß und sehen auch sehr stark aus. Im Camp angelangt beziehen wir unser Quartier. Duschen und ruhen ein bisschen, beschließen aber dann so gegen 17:00 Uhr noch mal den Hippo-Pool zu besuchen. Gleich nach der Ausfahrt treffen wir auf Impalas (wir sind erstaunt, welche dunkle Geräusche sie von sich geben, denn einige streiten gerade miteinander). Am Boden tummelt sich eine Gruppe von Vervet monkeys; es sind auch Babys dabei. Die Fahrt geht auf Schotterpiste weiter. Immer wieder Impalas und Warthogs. Ein entgegenkommendes Fahrzeug berichtet von Rhinos. Wir fahren ein Stück und da sind sie 3 Stück. Mein mulmiges Gefühl ist wieder mal unbegründet, denn sie machen sich aus uns überhaupt nichts und grasen munter weiter. Einer von Ihnen markiert sein Revier. Auf unserer Weiterfahrt treffen wir noch auf Giraffen. Wenn wir ohne Verdeck unterwegs gewesen wären, hätte mir eine davon die Haare vom Kopf fressen können, so nah stand sie neben dem Auto. Im Pool selbst tummelten sich einige Hippos, sonst konnten wir nichts entdecken. Auf einem Baum haben sich einige Vervet monkeys versammelt. Auf der Rückfahrt treffen wir noch einmal auf die Giraffen und die Rhinos.

Im Camp gibt es kein Restaurant und so müssen wir uns im Shop mit einigen Sandwiches und Dosenbier versorgen. Na ja, macht auch nichts – werden das schon überleben. Jetzt ist es 21:00 Uhr und Jürgen ist schon in den Tiefschlaf versunken und träumt wahrscheinlich von den Big Five - die er jetzt schon live gesehen hat. Es war ein schöner langer heißer und erlebnisreicher letzter Tag im Krüger NP.

 

Tag 8: Verlassen Krüger NP Sodwana Bay, 01.02.03

Verlassen Krüger NP über neue Crocodile-Bridge, da von der alten Brücke ein Stück fehlt. Frühstücken in Komatipoort im Hippos. Fahren durch Swaziland – Grenzübergang funktioniert reibungslos. Fahren über Hluhluwe nach Sodwana-Bay. Wollten in Hluhluwe Geld holen funktionierte aber nicht, wechseln einen kleinen Geldbetrag zu einem schlechten Kurs in einem Hotel. Weiter geht’s nach Sodwana-Bay. Fahrt geht ziehmlich schnell voran. Auch hier wird wieder Eintrittsgeld kassiert und eine Menge Papierkram benötigt. In Sodwana-Bay angelangt sehen wir uns die Unterkünfte bei den Coral-Divers an. Na ja, düstere Hütte und einer Freiluftdusche und –toilette. Beschließen, die Mseni-Lodge zu besichtigen. Die Empfangsdame schläft, ein Kollege weckt sie für uns und entschuldigt sich. Alles nicht so schlimm, bei diesen Temperaturen kann man nichts anderes machen als schlafen. Sehen uns die Bungalows an und entscheiden uns hier für 2 Nächte zu bleiben (Halbpension, Essen sehr gut). Genehmigen uns noch ein Bierchen und gehen an den Strand. Wir finden riesige Sanddünen vor. Es ist sehr windig und es haben sich riesige Wellen aufgebaut. Jürgen taucht bei den Coral-Divers und muss um 19:00 Uhr zur Besprechung dort hinfahren.

 

Tag 9: Sodwana Bay, 02.02.03

Tauchen ist angesagt. Jürgen muß um 06:45 Uhr bei den Coral Divers sein. HiHi ich kann noch schlafen. Jürgen hat ab 05:00 Uhr unruhigen Schlaf, da unser Handy leer ist und wir keinen Wecker mithaben. Jürgen fährt zum ersten mal mit einem Traktor zum tauchen, natürlich nur bis zum Strand. Nach ausführlichem Briefing durch die hübsche Divemasterin geht’s mit einem riesigen Schlauchboot durch die Brandung. Schon nach kurzer Zeit tauchen neben dem Boot einige Delfine auf. Der Tauchgang dauerte 45 min. und Jürgen war zufrieden (Delfingesang, schöne Korallen, Zitterrochen, Muränen, große Barsche, Glasfische, Igelfisch, Kofferfisch, Kaiserfisch und vieles mehr).

Nach seiner Rückkehr hatte er mächtigen Kohldampf. Bekam sogar noch ein Früstück, anschließend 3 Stunden Pause. Machen uns auf den Weg zum Ngoboseleni-Trail (5 km). Müssen uns an der Information sogar in ein Buch eintragen – falls wir uns verlaufen. Später gingen wir noch am Strand spazieren (vorher gab es natürlich noch ein Bierchen) und badeten anschließend im Pool. Beim Abendessen viel dann der Strom aus (Jürgen fürchtete um sein Steak). Schaden wurde schnell behoben. Gut genährt und zufrieden fallen wir ins Bett.

 

Tag 10: Hluhluwe Game Reserve, 03.02.03

Stocken unseren Bargeldbestand in Hluhluwe auf (Bank wird sehr gut überwacht). Weiter geht’s in Game Reserve. Begrüßt uns doch gleich ein rießiges Rhino. Ca. 100 m weiter tummeln sich die Büffel an einem Wasserloch. Gar nicht weit enfernt treffen wir wieder auf 2 Rhinos. Melden uns an der Rezeption an, können aber erst nach 13:00 Uhr einchecken und machen uns deshalb noch einmal auf den Weg. Wir treffen auf drei Löwen, insg. 5 Rhinos und eine Büffelherde (Dauer der Fahrt ca. 2 Stunden). Gegen 14:00 Uhr haben wir eingecheckt (unser Rondavel besitzt diesmal keine Toilette und keine Dusche) und uns für Mittwoch zum Morning Walk angemeldet. Dann badeten wir eine Runde im Pool. Gegen 16:00 Uhr gingen wir noch mal auf Erkundungsfahrt (Tiputip, Giraffen, Zebras, Warzenschweine, Paviane, Gnuh, Bergriedbock, Nyalas männlich und weiblich – schmeckt nicht schlecht, Impalas). Zum Schluss lief noch eine riesige Giraffe vor unserem Auto her. Keine schlechte Ausbeute für einen Tag im Game Reserve – oder? Das anschließende Abendessen war auch nicht zu verachten.

 

Tag 11: Hluhluwe Game Reserve, 04.02.03 – Jürgen feiert Geburtstag

Stehen um 06:00 Uhr auf und drehen vor dem Frühstück schon eine Geburtstagsrunde im Park. Treffen 4 Rhinos. Anschließend haben wir gefrühstückt, Jürgen natürlich wieder Wespen im Hintern musste noch mal eine Runde drehen. Ich bin zum Pool und war so richtig faul. Später sind wir dann noch mal miteinander auf Pirsch gegangen. Haben viele Giraffen, Zebras, Gnus, Impalas, Paviane, Nyala ... gesehen. Auf einer Nebenstrasse wollten wir noch mal nach den Löwen Ausschau halten, die wir dort schon mal gesehen haben. Kurz nach der  Einfahrt vielen uns die vielen Geier auf, die sich an einer Stelle sammelten. Ein Ranger war bereits da. Er zeigte uns ein totes Zebra und meinte dies sei der Kill von Löwen, die sich irgendwo in der Nähe aufhalten. Also Motor aus und warten, warten, warten ... Nach etwa einer halben Stunde machte er uns auf die Annäherung einer Hyäne aufmerksam. Ich sah gleich noch eine zweite, die fast schon bei dem Zebra war (wunderschöne Tiere). Als die erste Hyäne am Kadaver zu schaffen machte, kamen die anderen Geier. Volksfeststimmung (Auto an, Auto aus, Gequatsche überall). Durch den vielen Lärm zogen sich auch die Hyänen ins Unterholz zurück. Wir warten noch eine Weile mussten aber das Feld räumen, weil um 19:00 Uhr das Tor geschlossen wird. Hätte interessant werden können. Der Ranger blieb allein zurück. Zum Dinner zog sich Jürgen Warthog rein (ein italienisches Gericht? Ha Ha Ha, deutsche Touris).

 

Tag 12: Hluhluwe Game Reserve, 05.02.03

Stehen um 04:45 Uhr, haben uns zum Morning-Walk angemeldet. An der Rezeption werden wir von einem Zebra begrüßt. Wir sind zu dritt. Fahren ein Stück und sehen einen Löwen. Eigentlich müssten es zwei sein. Den anderen können wir nicht entdecken. Parken das Auto und machen uns auf den Weg, schön in einer Reihe. Überqueren ein ausgetrocknetes Flussbett und entdecken Löwenspuren. Mir wird etwas mulmig, bei dem Gedanken irgendwo da draußen könnte er ja liegen. Es ist richtig heiß und überall Fliegen, aber das walken im Busch hat schon was. Treffen auf ein bockiges Gnu, welches von unserer Anwesenheit nicht so erfreut war. Scheuchten Warthog-Family auf. Ranger wirft in eine Höhle einen Ast. Wir warten ... Warthog-Pappa, -mama und dann die –bambinos stürmen aus dem Bau mit erhobenem Schwänzchen. An einem Wasserloch treffen wir auf 2 Rhinos. Näherten uns auf ca. 20 m (hoffentlich bleiben die wo sie sind, ich darf ja nicht weglaufen und Baum war keiner in der Nähe). Zebras und Giraffen kreuzen unseren Weg. Kommen zufrieden und verschwitzt bei unserem Auto wieder an. Fahren zurück, duschen, frühstücken und brechen zur Weiterfahrt nach Shelly-Beach (ca. 600 km) auf. Angekommen suchen wir zuerst den Treffpunkt der Adventure Divers auf. Rufen in Margate an und melden Jürgen gleich zum Tauchen an. Quartieren uns in der Shelly-Lodge bei Lotte ein. Sehr schöne Lodge mit großer Terrasse und Blick aufs Meer.

 

Tag 13: Shelly Beach, 06.02.03

Wecken um 06:15 Uhr. Ab zum Tauchen, fahre mit Jürgen zum Treffpunkt. Insgesamt fahren zwei Boote raus. Die Tauchbasis ist unter deutscher Führung. Das Briefing hörte sich sehr interessant an soweit ich es verstehen konnte (Proteabanks). Das Boot ins Wasser zu bringen ist schon eine schweißtreibende Prozedur für sich. Jeder muss mit anfassen. Die Sicht ist schlecht, viel Kleingetier aber keine Haie gesichtet. Jürgen lässt zweiten Tauchgang sausen. Beschließen, nachdem er gefrühstückt hat, weiterzufahren. Wir haben eine Fahrt von ca. 6 – 7 Stunden vor uns; und zwar nach East London. Werden von Lotte, der Inhaberin des Shelly Beach mit einer Umarmung verabschiedet. Es hat uns dort schon gut gefallen. Es wird eine lange, heiße und anstregende Fahrt. Fahren an verarmten Gegenden vorbei. Es sind wieder viele Menschen und Tiere am Straßenrand unterwegs. Das erste Mal, dass ich tote Tiere (Pferd und Hunde) liegen habe sehen. Treffen nach 18:00 Uhr in East London ein. Quartieren uns im Kennaway Hotel, direkt an der Esplanade. Am Abend essen wir im O’Hagang’s (liegt fast gegenüber). Jürgen freut sich über sein 500 gr T-Bone-Steak. Ich habe gar keinen so richtigen Hunger, drücke mir aber dann doch eine Portion Spareribs und eine Hähnchenkeule rein. Fallen müde ins Bett.

 

Tag 14: East Londen – Tsitsikamma National Park, 07.02.03

Wachen um 06:30 Uhr auf. Machen uns auf dem Zimmer einen Kaffee und beschliessen unterwegs zu frühstücken (Fish River). Bekommen von der Besitzerin einige Info-Map’s. Machen einen Zwischenstop in Jeffrey’s-Bay. Baden zum ersten Mal auf unserer Reise im Indischen-Ozean (herrliche Abfrischung). Anschließend geht’s weiter zum Tsitsikamma National Park. Entschliessen nicht in der Lodge zu bleiben, sondern direkt in den Park zu fahren (liegt am Meer). Wir können uns nur noch in einer 2-Bett-Forest-Hütte einquartieren. Für eine Nacht ist das aber ganz o.k. Hatten auch keine Lust noch lange herumzusuchen. Gehen im Jabulani-Restaurant noch zum essen und fallen wie immer zufrieden und vollgefressen in die Koje.

 

Tag 15: Tsitsikamma – Mossel-Bay, 08.02.03

Es regnet, regnet und regnet die ganze Nacht und es geht dann so weiter. Frühstücken und beschliessen den Mouthtrail zu gehen. Es regnet, regnet und regnet. Jürgen geht über die Suspension-Bridge (Hängebrücke) zum Aussichtspunkt. Mir ist die Sache zu wackelig, ich warte lieber. Kommen nass zurück, duschen und treten die Weiterfahrt zur Mossel-Bay an. Gardenroute fällt sage und schreibe ins Wasser.  Angekommen, quartieren wir uns in einem Chalet bei Santos ein. Ist zwar nicht Firstclass aber für eine Nacht gut genug, wir müssen ja schließlich unsere Klamotten trocknen. Sehen uns noch den historischen Briefkasten von Mosselbai an. Er befindet sich unter einem 500 jahre alten Milkwoodtree. Petra wirft ihre Postkarten ein. Schauen wir mal ob er immer noch funktioniert. Am Abend essen wir bei Kingsfisher direkt am Strand. Beschließe nie wieder gegrillte Calamari zu essen.

 

Tag 16: Mossel-Bay – Hermanus, 09.02.03

Nachdem wir im Eisenbahnwagen gefrühstückt haben,fahren wir nach Gaansbaai. Tote Hose weiter geht’s es nach Hermanus. Quatieren uns im Kenjockity ein. Nett und freundlich. Essen im Dros.

 

Tag 17: Hermanus, 10.02.03

Nach Frühstück muss ich unbedingt wegen - Käfigtauchen fragen. Wie erwartet buche ich auch. Müssen dementsprechend einen weiteren Tag hier verbringen. Wandern kurz zu den 3 Damms. Später gehen wir zum Baden ans Meer. Scheiße ist das Wasser hier kalt. Bleiben nicht zu lange da die Sonne voll runterknallt. Petra kauft ein Paar Latschen und Sonnenbrille für je 25 Rand. Schuhe tauscht sie später um da sie kaputt sind. Essen in Höhle. Lecker aber wie immer zuviel für uns. TWO Ozean Wein ist OK.

 

Tag 18: Gaansbaai – Cape Town, 11.02.03

Stehen wie immer zeitig auf, packen, zahlen und frühstücken. Heute geht’s auf zum Hai-Watching. Treffen um 09:00 Uhr bei Marine Dynamics in Gaansbaai. Werden freundlich empfangen und müssen natürlich wieder ein Papier ausfüllen, wie gefährlich das alles ist ... Jürgen trinkt noch einen Kaffee und ab geht die Post. Sind alleine mit einem Studenten an Bord. Das Wetter ist super und das Meer ruhig. Fahren ca. 20 Minuten. Steuern Geyser-Rock an und beobachten eine Menge von Seelöwen (kannte ich bis jetzt nur aus dem Fernsehen). Fahren noch ein Stück weiter und ankern. Es schaukelt schon ein bisschen. Anthony bringt die Köder aus (stinken mächtig) und jetzt heißt es warten, warten. In der Zwischenzeit bekommen wir eine Einweisung wie wir uns im Käfig verhalten und was wir beachten sollen. Für mich war ebenfalls ein Tauchanzug mit dabei, wobei ich aber noch nicht sicher war ob ich in den Käfig steigen werden oder nicht. In der Zwischenzeit kommt ein anderes Boot hinzu, es werden ebenfalls Köder ausgebracht und da ist er. Wir sehen tatsächlich einen weißen Hai (Größe ca. 3 – 4 m). Das war sehr aufregend und voll interessant. Er bewegte sich total elegant und relaxt im Wasser. Hielt sich eine Weile bei uns auf. Ein anderer Touridampfer kommt, macht viel zu viel Lärm, fährt ständig auf und ab. Der Hai verschwindet wieder. Es dauert eine Weile, da taucht noch mal einer auf (Größe ca. 2 – 3 m), der ergriff aber gleich wieder die Flucht. Das war’s dann auch für diesen Tag. Wir fahren zurück und trinken noch eine Cola und schauen uns ein Video an. Da wir aber noch nach Cape Town wollen müssen wir aufbrechen. Die Zimmersuche erweist sich schwieriger als gedacht. Wollten eigentlich nach Hout Bay übernachten. Irgendwie lag das aber viel zu abseits, hätten wir jeden Tag 20 km hin und her fahren müssen. Beschließen nach Cape Town weiterzufahren. Jetzt wird’s schön langsam duster und mir wird schon ganz mulmig. Quartieren uns im Woodstock Holiday Inn ein (ist zwar etwas teurer als gedacht). Können aber auch hier nur bis Freitag bleiben, da wegen den Cricket-Meisterschaften alles ausgebucht ist. Hoffe, wir finden dann was anderes.

 

Tag 19: Cape Town, 12.02.03

Stehen gemütlich auf, fahren zur Waterfront und frühstücken im Bayfront Blue. Beobachten Seehunde, die auf einem Steg liegen. Anschließend spazieren wir dort noch ein wenig rum, suchen Hardrock-Cafe und Planet-Hollywood (erfahren, dass diese seit 2000 nicht mehr existieren). Besuchen das Two Oceans Aquarium. Anschließend Besuch in einem kleinen botanischen Garten. Vom Signal Hill haben wir einen herrlichen Blick auf den Hafen und Robben Eiland. Oben auf der Cable Car Lower Station weht ein heftiger Wind; die Seilbahn ist wegen des starken Windes nicht in Betrieb, viele dicke Wolken verhüllen den Tafelberg. Fahren zurück zum Hotel. Wollen am Abend an der Waterfront essen.

 

Tag 20: Cape Town, 13.02.03

Der Bezwingung des Tafelberges steht nichts im Wege (tollstes Wetter und super Sicht). Aufstehend, packen und ab zum Cable Car, gefrühstückt wird oben. Sind aber nicht die ersten, die hoch wollen. Machen den üblichen Rundweg auf dem Tafelberg und wandern dann noch zum Eastern-Table (höchster Punkt). Wir gehen zu Fuß hinunter. Die Luft steht, kein bischen Wind und mir platzt fast der Schädel, fühle mich elend. Im Hotel angekommen genehmige ich mir eine Mütze Schlaf, hat gut getan. Fahren später noch zum Bloubergstrand und sehen rüber auf den Tafelberg.

 

Tag 21: Cape Town – Simon’s Town, 14.02.03

Heute geht’s ab zum Cap der guten Hoffnung. Vorher besuchen wir noch die Pinguine bei Boulders einen Besuch ab; man kann sie schon riechen. Das Touristbüro in Simon’s Town vermittelt uns eine schöne Unterkunft, die auf einem Hügel mit Blick aufs Meer liegt. Den Rest des Tages verbringen wir am Cape der guten Hoffnung (sehr windig). Am Abend essen wir im Black Marlin.

 

Tag 22: Simon’s Town – sozusagen unser letzter Tag, 15.02.03

Frühstücken gemütlich. Neben uns hat sich noch ein Ehepaar einquartiert, die hier mit dem eigenen Wagen unterwegs sind. Begeben uns später auf Shoppingtour, ergattern günstige Mitbringsel. Fahren mit dem Auto zur Scarborough-Bay und gehen am Strand spazieren (riesige Wellen). Anschließend fahren wir über Kommetjie, hier stinkts furchtbar, wieder nach Simon’s Town zurück. Holen unsere Badesachen und fahren noch mal an den Strand. Setzen uns auf die Felsen und beobachten die Pinguine, sie sind zum anfassen nah. Anschließend tauchen wir uns noch einmal im eiskalten Wasser kurz ein (schwimmen kann ich nicht, glaube mir friert alles ein) und lassen uns noch ein bischen auf den Granitfelsen braten. Heute gibt’s zum Abendessen noch ein Steak und ein Bierchen oder zwei. Lassen den letzten Abend noch langsam ausklingen. Schön war’s...

 

Tag 23: Cape Town – Abflug, 16.02.03

Wahrscheinlich bekommen wir bei unserer Ankunft einen Kälteschock…..

 

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